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FAQ
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Unsere Story
General
Traunst = trauen + Kunst
Es meint damit das Trauen in die Kunst ebenso wie die Kunst des Vertrauens.
Diese Doppeldeutigkeit ist bewusst gewählt. Sie ist ähnlich angelegt wie bei Kants Kritik der reinen Vernunft, die zugleich eine Kritik der Vernunft selbst und eine Kritik durch ebendiese Vernunft ist.
Auch bei Traunst geht es um eine Bewegung, die sich auf sich selbst zurückbezieht. Kunst entsteht dabei nicht ohne Trauen. Sie braucht den Mut zu neuen, wilden Ideen, zu Offenheit und zum Risiko. Dieses Trauen kann jedoch nicht beliebig oder impulsiv sein. Es entfaltet seine Wirkung erst dann, wenn es eine Form findet. Genau hier kommt die Kunst ins Spiel. Sie gibt dem Trauen Struktur, Rhythmus und Richtung.
trauen steht für Mut.
Für das Trauen in sich selbst, in neue Ideen, in andere und in ein gemeinsames Arbeiten als Team.
Die Kunst schafft Mehrdeutigkeiten, öffnet Bedeutungsräume und erzählt Geschichten. Entscheidend ist, diese Mehrdeutigkeit klar von Beliebigkeit zu unterscheiden.
Auch in der Markenpositionierung ist genau das zentral. Ein starkes Profil darf mehrdeutig sein und unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Es darf offen bleiben, aber nicht beliebig sein, denn dann spricht es alle und keinen an.
Dasselbe, was die gute Kunst ausmacht, macht auch gutes Branding aus. Eine mehrdimensionale Geschichte, die wir gemeinsam entwickeln und die sich Schritt für Schritt in einer ebenso mehrdimensionalen Gestaltung entfaltet.
Jede Marke trägt eine Geschichte in sich. Eine Haltung, eine eigene Art, in der Welt zu sein. Diese Einzigartigkeit fasziniert uns. Wir arbeiten gern mit Menschen und mit dem, was sie antreibt.
Marken sind keine abstrakten Konstrukte. Sie sind die wichtigen Bausteine unserer Alltagswelt.
Für uns ist Branding der Ort, an dem sich Denken und Handeln treffen. Hier lässt sich das anwenden, was in philosophischen Büchern und künstlerischen Gemälden oft abstrakt bleibt. Fragen nach Sinn, Orientierung und Verständigung werden konkret, sichtbar und wirksam.
Visuelle Kommunikation ist die Sprache unserer Zeit. Sie prägt, wie wir Dinge wahrnehmen, Entscheidungen treffen und miteinander in Beziehung treten. Genau deshalb ist es wertvoll, diese Sprache bewusst mitzugestalten. Denn so gestalten wir auch, wie eine Gesellschaft sich erlebt.
Das ist unser Antrieb. Geschichten nicht nur zu erzählen, sondern sie so zu formen, dass sie nachhaltig tragen. Für Marken und ihre Kunden, für Menschen und für die Zeit, in der wir leben.
Du hast wirklich ein gutes Auge für Farbkombinationen, sagte meine Mallehrerin, als ich sieben war. Seitdem habe ich immer wieder gestaltet: die Schulzeitschrift, die Vita-Texte meiner Kommilitonen, die Flyer für Theaterprojekte, und auch sonst so im Alltag wurde ich oft gefragt, ob's schön aussieht.
Beruflich bin ich erst einmal einen anderen Weg gegangen und habe als Theaterregisseurin Geschichten zum Leben gebracht. Auch dort war mein Blick immer visuell geprägt: Man hat meinen Inszenierungen nachgesagt, dass sie lebendige Bilder seien. Bühne, Text, Licht, Raum, alles sollte für mich ein markantes und gleichzeitig in sich stimmiges Bild ergeben. Diese Sichtweise prägt bis heute meinen Umgang mit Design und Storytelling: Ich denke immer das Gesamtwerk mit.
Als Designerin bin ich dann immer mehr in den Beruf reingerutscht, oder besser gesagt: Ich habe einfach irgendwann gemerkt, dass ich das die ganze Zeit schon mache. Während der ersten Corona-Zeit habe ich mich dann ganz in die Grafik-Selbstständigkeit gestürzt. Rückblickend: die beste Entscheidung überhaupt. Seitdem durfte ich über 50 Unternehmen, Agenturen und Privatkunden visuell begleiten, vom Bauunternehmen bis zum internationalen Healthcare-Konzern, von einer Fotografin über Fitnesstrainerin bis hin zu einem Tech-Startup.
Ich bin überhaupt viele Wege gegangen, und sehe sie als Kapitel des Lebens, die sich fortschreiben lassen. Ich habe vier Hochschulabschlüsse: Bertriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing, Grafikdesign, Theaterregie mit Schwerpunkt Kreatives Schreiben und Philosophie.
Ich habe inszeniert, gestaltet, gelehrt, geschrieben. Immer wieder neu angesetzt, und dabei eigentlich immer konsequent weitergebaut. Ich bin eine neugierige Generalistin geworden, der sich die Welt aus vielen Blickwinkeln erschließt.
In meiner Rolle als Creative Direction helfe ich anderen, ihre Geschichten sichtbar und verstehbar zu machen, und sehe meine Arbeit als einen Beitrag dazu, die Kommunikation unserer Zeit bewusst mitzugestalten. Design ist mehr als Ästhetik, es prägt, wie wir uns begegnen. Für mich ist Design sogar sozusagen angewandtes Denken. Ich verstehe mich dabei als Vermittlerin zwischen Idee und Wirkung. Besonders schön finde ich es, wenn Design etwas sichtbar macht, das vorher zwar inhaltlich da aber visuell noch nicht greifbar war. Wenn Marken ihre Persönlichkeit entfalten, wenn komplexe Inhalte plötzlich leicht verständlich werden.
Ich bringe eine breite gestalterische Expertise mit, weil ich mich nie auf einen Bereich beschränkt habe. Als Generalistin im Design begleite ich gern Projekte, die über mehrere Medien hinweg gedacht werden, und unterstütze auch bei Spezialfragen, die nicht jeder sofort beantworten kann.
In den letzten Jahren habe ich viel mit Agenturen gearbeitet und den Alltag von innen kennengelernt. Irgendwann wurde mir klar, dass ich selbst den Raum schaffen kann, den ich mir für größere, komplexere Geschichten wünsche. Deshalb habe ich mich (als Neujahrvorsatz, tatsächlich) entschieden, ein eigenes Studio aufzubauen und mit weiteren Köpfen und Händen zusammenzuarbeiten. Über die Jahre habe ich mich mit Spezialisten vernetzt, die handwerklich stark sind und inhaltlich mitdenken, sie sind nun auch mit im Boot.
Als Philosophin beschäftige ich mich mit Bewusstseins- und Diskursforschung. Ich forsche dazu, wie wir Menschen denken, sprechen, wahrnehmen. Und wie wir denken, dass wir denken, und wie dann daraus eine sogenannte Gesellschaft entsteht, in der wir uns seltsamerweise nicht mitgemeint fühlen, wenn wir über sie reden. Ich recherchiere dazu, warum Diskurse polarisieren und wie gesellschaftliche Verständigung trotz wachsendem Individualismus gelingen kann. Dabei frage ich mich auch, welche Rolle künstliche Intelligenz für unser zukünftiges Welt- und Selbstverständnis spielen kann.
Wir brauchen heute nicht nur neue Brandingsysteme, sondern neue Formen des Denkens und Vermittelns. Die letzten großen Denkrevolutionen liegen einige Jahrzehnte zurück, und während wir noch diskutieren, hat uns die Digitalisierung längst überholt. Wir leben in einer hochgradigen Spezialistenwelt, in der kaum noch jemand versteht, was der andere eigentlich macht.
Umso dringlicher wird eine neue Form des Storytellings. Eine, die an fragmentiertes Denken anschlussfähig ist und zugleich Tiefe bewahrt. Eine, die Zusammenhänge sichtbar macht, ohne sie zu vereinfachen. Die nicht alles erklärt, aber Orientierung gibt.
Gerade in Zeiten von Krisen und Umbrüchen braucht Kommunikation eine Tragfähigkeit, die über kurzfristige Trends hinausgeht. Gestaltung darf nicht nur reagieren, sie muss vorausdenken. Nicht aus dem Moment heraus, sondern mit einem mehrdimensionalen Blick auf das, was bleibt.
Dafür braucht es Mut.
Das Trauen in neue Gedanken, in Offenheit und in Prozesse, deren Ausgang nicht von Anfang an feststeht. Und es braucht die künstlerische Form, um diesem Mut Struktur, Richtung und Ausdruck zu geben.
So entsteht Kommunikation, die nicht nur funktioniert, sondern trägt.
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